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Tanja Szewczenko redet über ihr Comeback

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Tanja Szewczenko ist nun seit sechs Monaten zurück bei "Alles was zählt". Im Interview mit RTL redete die Schauspielerin jetzt über ihr Comeback, wie es dazu kam, über ihre Tochter, neue Projekte und über ihr Leben als Working Mom…

Seit Februar drehst du wieder. Seit April bist du zurück auf dem AWZ-Schirm. Wie fühlt sich dieses Comeback nach über einem halben Jahr für dich an und wie kam es überhaupt dazu?
Das erste Mal wurde ich schon 2014 gefragt. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt drei Jahre alt und ich hatte mich für die Familie und erstmal dagegen entschieden. 2015 dann die zweite Anfrage. Der Gedanke konnte also ein Jahr reifen und meine Kleine wurde größer. Ich habe mich dann entschieden, 2016 wieder einzusteigen.

Zurückzukehren war ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Viele alte Gesichter und auch so hatte sich in der Produktion nicht viel geändert. Die langen Drehtage übrigens auch nicht! (lacht) Die Rolle der Diana wieder aufzugreifen, war eine Herausforderung. Das Wesen von Diana bleibt, aber sie ist gereift und viel souveräner geworden. Die Zeitlücke musste von mir schauspielerisch gefüllt werden. Anders als damals ist sicher auch der Aspekt, dass ich nicht mehr die Eisläuferin, sondern die Trainerin Diana Sommer bin.

Der Fokus kann nun von mir zu 100% auf die Schauspielerei gelegt werden. Ich habe mehr Zeit an Szenen zu arbeiten, um der Rolle mehr Tiefe zu geben. Das war früher, mit den Trainings-Einheiten für die Eisszenen, wesentlich schwerer zu vereinbaren.

Was hat dich überzeugt, zurückzukommen?
Überzeugt hat mich der Aspekt als Schauspielerin zurückzukehren und nicht als die schauspielende Eiskunstläuferin.

Was hattest du während deine AWZ-Pause gemacht?
Ich bin bis 2010 mit meinem Mann europaweit in Eis-Shows aufgetreten. 2010 wurde ich schwanger und habe gleichzeitig eine Hauptrolle bei "Ein Fall für die Anrheiner" angeboten bekommen. Hochschwanger bin ich Anfang 2011 eingestiegen.

Nach der Geburt und achtwöchiger Pause habe ich dort bis Ende 2013 weiter gedreht. Leider wurde die Serie dann nach insgesamt 16 Jahren eingestellt. Nebenbei habe ich verschiedene Episodenrollen angenommen, wie beispielsweise bei der SOKO. 2014 habe ich unter anderem bei der RTL-Tanzshow "Let’s Dance" mitgewirkt. 2015 habe ich eine kleine Auszeit genommen, um für die Familie da zu sein. Außerdem wollte ich meinen Mann unterstützen, der beruflich in der Baubranche durchgestartet ist.

Hättest du damals gedacht, dass du jemals zurückkommst?
Ich wollte nie einen Serientod oder Ähnliches. Ich bin nie für "immer" gegangen. Ich brauchte eine Pause, wollte ein bisschen Privatleben und eine Familie gründen. Außerdem finde ich es wichtig, andere Projekte zu machen. So kann man sich entwickeln und wird vielfältiger. Ich habe vieles in den letzten Jahren gelernt und kann dies nun auch bei AWZ vor der Kamera zeigen. Und dies ist auch nicht unbemerkt geblieben.

Für mich ein Zeichen, dass ich alles richtig gemacht habe.

Wie bist du damals ausgestiegen?
Diana ist damals abgeworben worden. Sie wechselte nach Halle.

In der Zwischenzeit hatte sich bei AWZ viel verändert. Was alles?
Ich finde nicht, dass sich bei AWZ viel geändert hat. Der halbe Cast ist der alte Cast. Was für sich spricht. Wir haben die Eishalle gewechselt, was wirklich schade ist und natürlich hat sich die Technik verändert. Aber sonst ...?? (lacht)

Was ist gut, was ist schlecht?
Es ist toll, täglich spielen zu dürfen. Deswegen bin ich ja Schauspielerin. Ich darf ein zweites Leben vor der Kamera leben. Schauspiel bedeutet, alles zu erleben und durch zu leben und wenn man vom Set geht, ist eigentlich nichts passiert. Eine tägliche Serie bedeutet aber auch eine Menge Arbeit. Mit Vorbereitung der Drehbücher, lernen am Wochenende und Dreharbeiten komme ich oft auf gut 60 bis 65 Stunden die Woche. Die Eishalle ist das kälteste Set, was man sich nur vorstellen kann. Es ist, als würde man sich acht Stunden am Stück in eine Tiefkühltruhe setzen. Für die Eishalle muss ich mittwochs auch oft schon um 4 Uhr früh aufstehen. An den anderen Tagen geht es aber auch schon um 6 Uhr zum Studio. Drehschluss ist meistens für 18:30 Uhr geplant. Geplant, denn Hängezeiten kommen immer wieder vor. Wir müssen ja fertig werden.

Wie kam Diana Sommer zurück und wie geht es jetzt nach einem halben Jahr weiter mit ihr?
Diana wurde von Ingo zurück nach Essen geholt. Ingos Halbschwester Marie brauchte eine Trainerin. Mittlerweile ist Diana schon lange wieder mitten im Geschehen von Glück und Leid, von Feinden und Freunden, so wie von Liebe und Hass. Nach über einem halben Jahr geht es für Diana spannend weiter. Zum einen mit der großen Liebesgeschichte zwischen Ingo und Diana und zum anderen mit spannenden Geschichten und großen Highlights rund um das Thema Eiskunstlaufen.

Du hast zum Jubiläum mit deiner Tochter gedreht. Was war ganz besonders daran?
Meine Tochter wollte unbedingt mit mir drehen. Sie war ja auch schon vorher mal meine Serientochter. Ich hatte dann die Idee, dass sie in der Jubiläumsfolge ein Blumenmädchen spielen könnte. Sie war so glücklich, als ich ihr sagte, dass es klappt. Sie wollte ihre Szene immer wieder üben. Ihren Text und das, was sie machen muss. An den beiden Drehtagen war ich natürlich die stolze Mama. Ich war gerührt und auch beeindruckt. Jona war echt eine coole Socke. So viele Menschen am Set in der Eishalle und auch im Studio, aber sie stand da, als hätte sie nie was anderes gemacht.

Wird sie einmal in deine Fußstapfen bzw. Schlittschuhe treten?
Jona soll sich ausprobieren und ihren Weg finden. Wir als Eltern stehen ihr bei allem unterstützend zur Seite. Sie tanzt gerne und findet Eislaufen toll. Sie entdeckt aber auch viele andere Dinge und irgendwann wird sie auch Ihre Fähigkeiten ganz für sich entdecken. Wohin sie diese Reise führt, bestimmt sie dann ganz alleine.

Würdest du noch einmal diesen Weg gehen?
Ich hatte als Kind zwei Träume: Eiskunstlaufen und Schauspiel. Es gab keine Alternative in meinem Kopf. Talent, Fleiß und die Leidenschaft für beides erlauben mir, meine Kindheitsträume zu leben. Dafür bin ich dankbar. Aber es war und ist auch harte Arbeit. Arbeit, die ich schon als 5-jährige an sechs Tagen der Woche ausführte. Träumen alleine reicht weder für den Leistungssport noch für die Schauspielerei. Dessen war ich mir aber von Anfang an bewusst.

Wie geht es dir privat?
Privat bin ich sehr glücklich. 2008 habe ich bei AWZ meinen Norman gefunden. Eigentlich kennen wir uns als Eisläufer schon über 20 Jahre. Gefunkt hat es dann aber erst bei den Dreharbeiten zu einer Eis Show, die wir für die Serie produzierten. Heute sind wir stolze Eltern unserer kleinen Jona (5).

Dreharbeiten und Mutter. Wie schaffst du das alles als Working Mom?
Gefühlt, schaffe ich gar nichts. Durch das enorme Pensum kommt oft irgendwie alles zu kurz und man funktioniert überwiegend nur. Aber das kennt wohl jede arbeitende Mutter. Das schlechte Gewissen der Familie gegenüber, Schlafmangel und immer dieses Gefühl von keine Zeit zu haben. Dazu kommt, dass Norman am Wochenende arbeitet und oft auch am Abend wichtige Kundentermine hat. Manchmal möchte ich dann einfach mal alles stehen und liegen lassen und frage mich, warum der Tag nicht einfach 48 Stunden haben kann. (lacht)

Welche neuen Projekte stehen an?
Ich habe gerade fast einen Monat lang in Spanien für das neue VOX-Format "Ewige Helden" gedreht. Die Ausstrahlung ist für das Frühjahr 2017 geplant.

  • Tags: Tanja Szewczenko, Diana Sommer, Privatleben, Rückkehr, Dreh, Set, Eislauf

Letzte Aktualisierung: 02.11.2016