Baywatch

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Bereits im Jahre 1980 spielte Greg Bonnan, ein Rettungsschwimmer aus Los Angeles, mit dem Gedanken, eine Fernsehserie über Sand, Surfen und waghalsige Rettungsaktionen zu erschaffen. Zunächst war er sich jedoch noch unschlüssig, ob diese Serie, die er "Baywatch" nennen wollte, nun eine Miniserie, eine Sitcom oder gar eine Cartoonserie werden sollte. Zudem wusste Bonnan nicht, wie er das Projekt überhaupt in die Tat umsetzen sollte. Einige Zeit später heiratete seine Schwester den Fernsehproduzenten Doug Schwartz, der von der Idee sofort begeistert war. Zusammen mit Michael Berk, einem Freund von Schwartz, nahm man Kontakt mit der Produktionsfirma von Grant Tinker auf. Schon bald begann man mit der Produktion. Am 23. April 1989 war es dann so weit: Die Pilotfolge "Baywatch: Panic at Malibu Pier" wurde auf dem amerikanischen Fernsehsender NBC ausgestrahlt und war die sechsterfolgsreichste Sendung der Sendewoche.

Im Juli 1989 wurden daraufhin die Dreharbeiten zur ersten Staffel aufgenommen. Zur Hauptbesetzung der erste Stunde zählten David Hasselhoff als Mitch Buchannon, Parker Stevenson als Craig Pomeroy, Shawn Weatherly als Jill Riley, Billy Warlock als Eddie Kramer, Erika Eleniak als Shauni McClain, Peter Phelps als Trevor Cole und Brandon Call als Hobie Buchannon. Trotz des furiosen Sendestarts sanken die Einschaltquoten bereits nach wenigen Wochen. Die Verantwortlichen bei NBC glaubten nicht an einen langfristigen Erfolg des Konzepts und setzten "Baywatch" schließlich nach nur einer Staffel ab. Spontan stürzte sich Hauptdarsteller David Hasselhoff in die tosenden Wogen und rettete das sinkende Schiff: Als neuer Produzent senkte er die Produktionskosten von 1,3 Mio. Dollar auf 850.000 Dollar pro Episode – und sorgte dafür, dass die Serie zum weltweit erfolgreichsten TV-Export der USA wurde und in rund 150 Ländern in über 40 Sprachen ausgestrahlt wurde.

Nach einem Jahr Pause kehrte "Baywatch" dann mit einer zweiten Staffel und einer leicht veränderten Besetzung auf die Bildschirme zurück. Shawn Weatherly, Parker Stevenson und Peter Phelps hatten die Serie verlassen. Außer diesen dreien war auch Brandon Call aus der Serie ausgestiegen und die Rolle des Hobie wurde von Jeremy Jackson übernommen. Anstelle von Action-Szenen wurde nun verstärkt auf die Strandszenerie gesetzt. Die Produzenten hatten freie Wahl, was passieren sollte, da die Serie fortan von jedem Fernsehsender unabhängig war. Die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Mitch und Hobie sollte nur der Anfang sein, um ein wenig Gefühl in die Serie zu bringen. Höhepunkt war schließlich die Liebesbeziehung zwischen Shauni und Eddie, und Doug Schwartz wollte diese auch in der nächsten Staffel wieder unterbringen.

Unglücklicherweise wurde bekannt, dass Erika Eleniak und Billy Warlock ihre Verträge nicht verlängert hatten, weil beide Schauspieler neue Projekte in Aussicht hatten. Die dritte Staffel begann mit einem Zweiteiler, in dem Eddie und Shauni endlich heirateten, Malibu verließen und ihr Glück in Australien fanden. Nun hieß es, die beiden ausgestiegenen Darsteller rasch zu ersetzen. Die Produzenten wussten, dass ein Ersatz für Erika Eleniak jemand sein musste, der ihrer Vorgängerin ähnlich war. Sie wurden fündig in Pamela Anderson, die die Rolle der C.J. Parker bekam und zum neuen Aushängeschild der Serie wurde. Billy Warlocks Ersatz wurde der französische Schauspieler David Charvet in der Rolle des Matt Brody. Außerdem neu dabei waren Nicole Eggert als Summer Quinn und Alexandra Paul als Stephanie Holden, eine erfahrene Rettungsschwimmerin, die vor Jahren eine Beziehung mit Mitch hatte. In dieser Staffel wurden auch erstmals neue Drehorte besucht, so zum Beispiel ein Kreuzfahrtschiff in Mexiko oder eine Flusslandschaft in Nord-Kalifornien.

In den nachfolgenden Staffeln drehte sich das Besetzungskarussell in regelmäßigen Abständen: Nicole Eggert stieg nach der vierten Staffel aus, dafür stießen ab der fünften Staffel Yasmine Bleeth als Stephanies jüngere Schwester Caroline Holden und der Australier Jaason Simmons als Logan Fowler neu hinzu. Ein Jahr später ergänzten David Chockachi als Cody Madison und Gena Lee Nolin als Neely Capshaw das Team. Ab der siebten Staffel begann der Cast regelrecht zu explodieren, als immer mehr neue Gesichter auftauchten, die hauptsächlich von ehemaligen "Playboy"-Playmates verkörpert wurden und von den Zuschauern nicht akzeptiert wurden. Als schließlich auch noch die beliebten Gesichter Pamela Anderson, Yasmine Bleeth und Alexandra Paul kurz nacheinander die Serie verließen, sanken die Einschaltquoten rapide.

Zu den nachrückenden Hauptrollen zählten ab der siebten Staffel Donna D’Errico als Donna Marco, Jose Solano als Manny Gutierrez, Traci Bingham als Jordan Tate, Nancy Valen als Samantha Thomas sowie ab der achten Staffel Michael Bergin als J.D., Kelly Packard als April Giminsky, Angelica Bridges als Taylor Walsh, Marliece Andrada als Skylar Bergman und Carmen Electra als Lani McKensie. Am Ende der achten Staffel beschloss die Produktion, die Besetzung rigoros zu verkleinern. So wurden neben David Hasselhoff lediglich David Chockachi, Michael Bergin und Kelly Packard für ein weiteres Jahr verpflichtet. Neu dabei waren lediglich Mitzi Kapture als Alexis Ryker und Brooke Burns als Jessie Owens.

Als die Produktion dann bekannt gab, dass man nach der neunten Staffel den Drehort wechseln würde, gab es erneut einen großen Umbruch hinter den Kulissen. Zunächst wollte man die Serienhandlung nach Australien verlagern, doch schließlich legte man sich auf Hawaii fest. Ab der zehnten Staffel erhielt die Serie dann den neuen Titel "Baywatch: Hawaii" und präsentierte sich mit einem runderneuerten Team, das bis auf David Hasselhoff, Michael Bergin und Brooke Burns aus Newcomern bestand. Dies waren Brandy Ledford als Dawn Masterton, Simmone Mackinnon als Allie Reese, Jason Momoa als Jason Ioane, Stacy Kamano als Kekoa Tanaka und Jason Brooks als Sean Monroe. Nach der zehnten Staffel stieg nicht nur David Hasselhoff endgültig aus der Serie aus, auch Brandy Ledford, Simmone Mackinnon und Brooke Burns kehrten "Baywatch" den Rücken. Trotz der schlechten Einschaltquoten wurde "Baywatch: Hawaii" für eine elfte Staffel verlängert, in der mit Brande Roderick als Leigh Dyer, Krista Allen als Jenna Avid und Charlie Brumbly als Zack McEwan wieder drei neue Gesichter auftauchten. Am 14. Mai 2011 erfolgte dann aber das Serienfinale.

Schon im September 2002 begannen die Dreharbeiten für einen Fernsehfilm namens "Baywatch: Hochzeit auf Hawaii", der im Februar 2003 im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde und zahlreiche Schauspieler der Serie vereinte. In Deutschland lief die Serie zunächst in der ARD, wurde dann aber von Sat.1 übernommen. Die elfte und letzte Staffel wurde hierzulande niemals im TV gezeigt, wurde aber im Rahmen der DVD-Veröffentlichung auf den Markt gebracht.

Letzte Aktualisierung: 08.08.2013