Berlin, Berlin

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Das turbulente Leben in der Großstadt

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Lolle Holzmann (Felicitas Woll) lebt in der Kleinstadt Malente in Schleswig-Holstein, hat das Abitur in der Tasche, hat einen Freund und hat ihr ganzes Leben vor sich. Nur zwei Personen stören sie in ihrer euphorischen Stimmung: Zu einem ihre Mutter Karen (Charlotte Schwab), die unbedingt möchte, dass sie Journalistin wird. Lolle ist aber fest davon überzeugt, Comic-Zeichnerin werden zu wollen. Und dann geht ihr Freund Tom (Andi Slawinski), anstatt mit ihr in den Urlaub zu fahren, nach Berlin, um dort einen Job anzunehmen. Beunruhigt entschließt sich Lolle, ihm in die Hauptstadt zu folgen. Das Landei erwartet in der pulsierenden Metropole gleich eine bitterböse Überraschung: Auf einem Marktplatz beobachtet sie, wie Tom mit einer anderen knutscht. Als sie dann auch noch eine blonde Frau in einen Berg voll Eierkartons schubst, ist ihre Lebensfreude komplett vergiftet.

Traurig klingelt Lolle bei ihrem Cousin Sven (Jan Sosniok), der in Berlin-Kreuzberg wohnt, und bittet ihn, bei ihm übernachten zu dürfen. Sven hat gerade seine Scheidung hinter sich und steckt mitten im Sorgerechtsstreit um seinen Sohn Daniel. Hart (Matthias Klimsa) ist Svens bester Freund, sein Nachbar und eigentlich schon sein Mitbewohner. Hart ist oftmals nervig und nicht der Intelligenteste. Lolle ist von ihrem Aufenthalt in Berlin tief deprimiert, bis sie der blonden Frau vom Marktplatz über den Weg läuft. Rosalie (Sandra Borgmann) ist lesbisch und war bis vor kurzem mit Bernadette (Sandra Keller) zusammen – die Frau, mit der Tom eine Affäre hat! Lolle und Rosalie beschließen, ihre Ex-Partner wieder für sich zu gewinnen.

Der Plan geht schief, doch trotz allem hat Lolle noch nicht genug von Berlin. Sie nimmt Svens Vorschlag, mit ihm und Rosalie eine WG zu gründen, an. Von diesem Zeitpunkt an beginnt für Lolle ein neues, rasantes, turbulentes, chaotisches Leben. Sie versucht, beruflich Fuß zu fassen, verliebt sich beinahe in einen Travestiekünstler, beginnt eine Affäre mit einem verheirateten Mann, wird Gast in ihrer Lieblingsshow und entdeckt mehr als nur freundschaftliche Gefühle für ihren Cousin Sven. Aber auch bei den anderen ist das Leben absolut nicht langweilig: Rosalie will sich als Schauspielerin etablieren, Sven hat an der Trennung von seiner Frau und seinem Sohn zu knabbern und leitet nebenbei mit Hart die Computerfirma "StartUp".

Die Vorabendserie "Berlin, Berlin" startete am 5. März 2002 um 18:55 Uhr in der ARD. Der Drehbuchautor Daniel Safier, der zuvor bei der RTL-Comedyserie "Nikola" beschäftigt war, und Regisseurin Franziska Meyer-Price erschufen 26 fantasievolle Folgen, die großen Anklang bei den Zuschauern fanden. Im Durchschnitt verfolgten 2,5 Millionen Menschen jeden Dienstag bis Freitag die Abenteuer der vier Helden. Die 25. Folge, "Eine Million", erreichte die Rekordquote von 2,97 Millionen Zuschauern. Die letzte Folge der ersten Staffel wurde am 18. April ausgestrahlt. Aufgrund des großen Erfolges entschloss sich die ARD, weitere Folgen zu produzieren. Am 23. Juli 2002 begannen in Berlin die Dreharbeiten zu 20 neuen Episoden, die im Frühjahr 2003 ins Fernsehen kamen. Die beliebte Sandra Borgmann verließ die Serie jedoch und wurde durch Rhea Harder in der Rolle der Fotografin Sarah ersetzt. Später stießen auch noch Matthias Schloo als Alex und Alexandra Neldel als Vero zum Ensemble hinzu.

Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2002 erhielt "Berlin, Berlin" stolze drei Nominierungen. Hauptdarstellerin Felicitas Woll siegte in der Kategorie der besten Schauspielerin in einer Serie. Weitere Preise, darunter ein "International Emmy Award" als "Beste Comedyserie", folgten. Nach vier äußerst erfolgreichen Staffeln wurde die letzte Folge von "Berlin, Berlin" schließlich am 4. April 2005 ausgestrahlt.

Letzte Aktualisierung: 02.11.2012