GZSZ-RPG | Staffel 17

Hier findet das GZSZ-RPG statt. Um mitzuschreiben, melde dich bei den Projektleitern und erfinde deine Rollen.

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von ocbjunky » Di 27. Apr 2010, 13:06

Loft/ Morgen

Heute war der große Tag.

Rocco und ich fliegen nach London.
Für immer.

"Schatz?", rief Rocco aus dem Bad. "Hast du irgendwo die Flugtickets gesehen?"

Ich stand am Tresen und grinste, während ich mir mit den Tickets ins Gesicht fächerte.
"Ich hab sie bestimmt nicht im Klokasten deponiert...", ich grinste. "Aber schau doch mal im Abflussrohr nach!"

"Sehr witzig...", gehetzt kam Rocco aus dem Bad und sah mich gestresst an. "Man Kate, ohne die Dinger kommen wir heute nicht nach London! Und ich hab gleich abends einen wichtigen Termin..."

Ich schmunzelte kess und verzog eine Augenbraue. "Was hälst du von denen hier?", ich streckte meine Hand mit den Tickets aus. "Und ich dachte schon, ich sei aufgeregt..."

Rocco verdrehte die Augen und grinste, als er auf mich zukam und mir die Tickets aus der Hand riss. Er umarmte mich und küsste mich innig.

Da klingelte es und ich lief verwundert an Lift.

"Erwartest du jemanden?", ich schickte den Fahrstuhl herunter.

Rocco nickte und stapelte unsere Reisetaschen und Koffer am Eingang.
"Das wird Barbara sein... Unsere Nachmieterin..."

Ich musste gerissen grinsen. "Na dann Prost Mahlzeit..."

"Guten Morgen!", die Lifttüren fuhren auf und eine gut gelaunte Barbara trat ins Loft. "Oh... wie ich sehe, ist schon alles gepackt! Wann geht es denn endgültig los?"

"Wir sind sofort weg...", grinste Rocco, während ich die Graf keines Blickes würdigte. "Unser Flieger hebt in 4 Stunden ab! Und vorher feiern wir noch Gregors Praxiseröffnung..."

Barbara lächelte und schritt durch das Loft.
"Schön, dass das mit dem Loft geklappt hat", sie öffnete die Terassentür und blickte grinsend hinaus auf die Stadt. "Ich habe schon früher unheimlich gerne hier gewohnt... Und Martin wird sich auch freuen, wenn ich ihn damit überrasche!"

"Sie wollen hier zusammen mit ihm wohnen?", ich warf der Graf berechnende Blicke zu. "Und Hana? Ich glaube kaum, dass Martin Ihnen zuliebe auf sie verzichten würde..."

"Das lass mal meine Sorge sein, Schätzchen...", Barbara lächelte falsch. "Hana kriegen wir auch noch irgendwo unter... Das Souterrain soll sehr schön sein! Im Keller fühlt sie sich bestimmt wohl!"

Rocco und ich warfen uns amüsierte Blicke zu und riefen dann den Lift, um unser Gepäck über die Schwelle zu tragen.

"Also", Rocco winkte Barbara zu. "Alles Gute!"

Sie grinste. "Tschüss, und viel Glück!"

Nachdem sich die Lifttüren endlich geschlossen hatten und Rocco und ich nach unten abfuhren, umarmten und küssten wir uns.

Jetzt geht es endlich bald los in unser neues Leben...


Kate Moreno

Wolf Knight

Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von Wolf Knight » Di 27. Apr 2010, 18:12

Morgen Villa / Morgen

Nervös klopfte ich immer wieder mit dem Zeigefinger auf die Tischplatte meines Schreibtisches und sah dabei auf den Bildschirm meines Laptops. Immer noch keine neuen Informationen. Ich wollte endlich wissen, was für ein Interesse mein Vater an Arne hatte. Deswegen hatte ich einen Detektiv damit beauftragt, Arnes Leben komplett zu durchleuchten. Irgendwas musste es geben. Doch bisher hatte ich noch keine Nachricht erhalten.
Es klopfte an der Tür und meine Haushälterin betrat den Raum.
"Herr Morgen, ich sollte sie doch an die Praxiseröffnung erinnern."
Überrascht sah ich auf die Uhr.
"Schon so spät? Danke ich mach mich gleich auf dem Weg." lächelte ich freundlich und stand auf.
"Auf den Weg? Wohin?" Julia betrat ebenfalls das Büro und begrüßte mich mit einem Kuss.
"Weißt du das nicht? Gregor eröffnet heute seine neue Praxis. Und da will ich vorbei schauen und ihm alles Gute wünschen."
Julia runzelte die Stirn. "Hältst du das für eine so gute Idee?" fragte sie unbegeistert.
"Ja, ich will auf ihn zu gehen. Schließlich ist er dein Ex-Mann und Xavs Vater. Ich will das Kriegsbeil zwischen uns endgültig begraben. Wir sind zwei erwachsene Männer. Kommst du mit?"

Matt Morgen

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von ocbjunky » Mi 28. Apr 2010, 20:59

WG/ Morgen

Hana und ich frühstückten im Bett.

Wir trugen wieder unsere Eheringe und es war genauso wie früher.

"Du hättest mir kein schöneres Geschenk machen können...", ich lächelte und hielt Hana eine Erdbeere vor den Mund. "Obwohl... eine Mercedes S-Klasse vor der Tür wäre auch nicht schlecht gewesen!"

Hana lachte und verschluckte sich fast an der Erdbeere.
"Das hab ich ja wohl überhört... Sei vorsichtig, sonst lass ich mich gleich wieder von dir scheiden!"

Ich grinste verliebt und küsste Hana. "Wehe..."

Wir lehnten uns entspannt im Bett zurück und warfen uns verstohlene Blicke zu.

"Nachdem du damals untergetaucht bist...", Hana seufzte nachdenklich. "Und wir dich alle für tot hielten... Ich hab den Ring nie abgelegt... Es klingt verrückt, aber... so warst du immer bei mir..."

Ich nickte nachdenklich und machte mir wieder unheimliche Vorwürfe.
"Hana, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte-"

"Shh...", sie lächelte und legte ihren Zeigefinger auf meinen Mund.
"Es ist vorbei... Ich habe dir verziehen, Martin..."

Ich senkte meinen traurigen Blick und lächelte dann vorsichtig.
"Das bedeutet mir alles... Auch wenn ich wahrscheinlich nie in der Lage sein werde, mir selbst zu verzeihen..."

Hana richtete sich auf und küsste mich. "Komm, lass uns aufstehen! Die Sonne scheint, worauf hast du Lust? An einen See fahren oder shoppen gehen?"

"Ich habe Bastian versprochen Gregors Praxiseröffnung mitzufeiern...", ich grinste und schwang meine Beine aus dem Bett, um meine Hose anzuziehen. "Aber dich hat er auch doch eingeladen! Komm mit, bitte... Ich halte es keine Minute ohne dich aus..."

Wir umwanderten das Bett und trafen uns am Fußende wieder, wo wir uns umarmten und verliebt anlächelten.

"Ich schau lieber mal bei Sonja im Townhouse vorbei...", Hana seufzte. "Mal sehen, ob sie mit sich reden lässt..."

Ich nickte stumm.

Hana küsste mich und nahm ihre Handtasche. Sie wanderte an die Tür und hatte schon die Klinke in der Hand, als sie noch einmal zu mir herumfuhr.

"Martin?", sie schluckte und sah mich wehmütig an. "Bitte sag mir, wenn... du zur Polizei gehst, ja? Ich... möchte dich nicht urplötzlich wieder verlieren..."

Ich lächelte zaghaft und nickte.
"Ich sage dir rechtzeitig bescheid. Versprochen..."


Martin Wiebe

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von McChristi » Do 29. Apr 2010, 23:12

Townhouse/ Morgen

Ich schloss die Tür zum Townhouse auf und traf im Wohnzimmer gleich auf Sonja.

"Oh, gut dass du da bist...", ich lächelte bemüht und machte einen Schritt auf sie zu. "Ich wollte sowieso mit dir reden..."

"Ach ja? Worüber denn?", Sonja runzelte die Stirn und nahm auf dem Sofa Platz.

"Ich glaube, du weißt worüber...", ich seufzte und schüttelte den Kopf. "Ist es wirklich wahr, dass du Martin angezeigt hast? Das kann doch nicht dein Ernst sein, Sonja. Er ist dein Bruder!"

"Martin hat selbst gesagt, dass ich für ihn gestorben bin...", Sonja zuckte gleichgültig die Schultern. "Wieso sollte ich da noch Rücksicht auf ihn nehmen?! Er hat uns doch alle Jahre lang belogen! Und damit soll er jetzt einfach so davonkommen?!"

"Verdammt nochmal, Sonja! Verstehst du denn nicht, dass du ihm damit alles kaputt machst?!", ich schluckte angestrengt und schüttelte ungläubig den Kopf. "Wir wollten endlich nochmal neu anfangen! Ganz von vorne... dafür hätte Martin doch eh zur Polizei gehen müssen. Er hätte sich selbst angezeigt... aber jetzt sieht es doch so aus, als ob er hier nur untertauchen wollte! Wenn wir Pech haben, dann geht Martin ins Gefängnis, ist dir das klar?!"

Hana Steinfeld

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von ocbjunky » Fr 30. Apr 2010, 14:33

Townhouse/ Morgen

Hana wollte mich dafür verantwortlich machen, wenn Martin jetzt ins Gefängnis kommt. Er hätte sich eh anzeigen wollen und weil ich ihm zuvor gekommen war, würde es später im Prozess schlechter für ihn aussehen.

Verständnislos schüttelte ich meinen Kopf und mimte die Kühle. "Martin ist selbst schuld, wenn er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wird... Es hat ihn niemand dazu gezwungen seinen Tod vorzutäuschen! Siehst du denn gar nicht, dass wir ihm alle egal sind?", enttäuscht funkelte ich Hana an. "Nur du lässt dich natürlich gleich wieder von ihm einlullen..."

"Du bist einfach nur gekränkt...", murmelte sie eindringlich. "Enttäuscht und verletzt... Weil Martin nichts mehr mit dir zu tun haben will. Aber anstatt die Fehler mal bei dir zu suchen... drehst du wie immer den Spieß um und machst alle anderen dafür verantwortlich... Hast du Martin zugehört? Hast du verstanden, weshalb er dich nicht mehr sehen will?"

"Das ist doch alles Schnee von gestern!", wütend stand ich auf und wanderte verzweifelt auf und ab. "Wenn ich Martin wirklich etwas bedeuten würde... dann hätte er mich gestern nicht verstoßen!"

"Und deine Anzeige, glaubst du, wird eurem Verhältnis gut tun, ja?", Hana folgte mir, während ich ihr meinen Rücken zuwandte. "Damit machst du alles nur noch schlimmer... Statt gegen ihn zu schießen, solltest du Martin beweisen, wieviel er dir bedeutet..."

Tränen schossen in meine Augen und ließ Hana kopfschüttelnd stehen.
"Und ich blöde Kuh hab meinen Laden in St. Tropez verkauft!", zutiefst enttäuscht warf ich ein paar Klamotten in meinen Reisekoffer. "Damit ich bei Martin bleiben kann! Und er? Er verstößt mich, obwohl er genau wusste, wie sehr ich ihn vermisst hab!"

Hana stellte sich an den Tresen und hatte mein Flugticket nach Frankreich gefunden, das ich mir vorhin gekauft hatte.

"Und jetzt willst du flüchten...", murmelte sie kopfschüttelnd. "Meinst du, das würde Martin dazu bewegen dir irgendwann zu verzeihen? Das glaubst du doch selbst nicht, Sonja..."

Ich fuhr zu Hana herum. "Ich soll hier bleiben und... immer in Martins Nähe leben? Mit dem Wissen, dass... er ganz nah ist... aber doch unerreichbar... Und dass du bei ihm bist und ich nicht! Das geht nicht, Hana..."

Hana seufzte und nahm das Flugticket dann in beide Hände, um es genau in der Mitte langsam zu zerreissen.

Ich machte große Augen und konnte nicht fassen, was ich sah.

Hana zerriss das Ticket seelenruhig in mehrere Teile, wanderte dann zur Küchenzeile und öffnete die Schublade, um die Stücke ganz langsam in den Mülleimer rieseln zu lassen.

"Was soll das?!", schrie ich. "Spinnst du?"

Hana verschränkte ihre Arme. "Ich lass nicht zu, dass gehst. Weil du mir fehlen würdest. Und weil du Martin fehlen würdest... Ich will, dass ihr euch versöhnt... Egal wie stur oder zerstritten ihr seid. Ich werde alles dafür tun..."

Traurig sah ich in den Mülleimer hinab, wo die Einzelteile des Flugtickets über dem Fotoalbum für Martin verteilt lagen.

Dann sah ich zu Hana auf und setzte mit meinem Koffer zum Gehen an.
"Es ist zu spät, Hana...", ich schluckte verzweifelt. "Martin hasst mich..."

Ich fuhr herum und eilte zur Tür.

"Wo willst du denn hin?", rief Hana.
"Bitte bleib..."

Ich riss die Tür auf und weinte. "Ich bin im Hotel!"

Ich rollte meinen Koffer über die Schwelle nach draußen und warf die Tür nach mir zu.


Sonja Wiebe

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von McChristi » Sa 1. Mai 2010, 16:39

Keller/ Morgen

Ich hatte die Nacht kaum ein Auge zugetan und stattdessen immer wieder versucht, meine Fesseln zu lösen. Inzwischen war es Morgen und ich hatte eigentlich längst aufgegeben, als ich ein weiteres Mal an meinen Fesseln zerrte. Ich konnte es kaum glauben, aber das Seil hatte sich tatsächlich gelockert.

Ich zog immer fester und ignorierte meine schmerzenden Handgelenke, bis ich schließlich eine Hand befreit hatte.

Ich atmete erleichtert auf und zog endlich auch meine andere Hand aus der Schlinge.

Ich musste jetzt einen kühlen Kopf bewahren und wollte mir in Ruhe meinen nächsten Schritt überlegen, doch dann ging plötzlich alles ganz schnell.

Ich hörte Schritte im Treppenhaus und vernahm schon das Klicken des Schlüssels in der Tür, als ich panisch nach irgendeiner Waffe suchte, um mich zu verteidigen.

Durch meinen Sturz gestern Abend war eins der Stuhlbeine abgebrochen und in meiner Not schnappte ich mir das Holzstück und versteckte mich blitzschnell hinter der Tür.

Sekunden später wurde die Tür aufgestoßen und als mein Entführer die losen Fesseln auf dem Boden bemerkte, stürmte er panisch in den Keller. Er war nur einen Moment unaufmerksam und genau dann schlug ich zu. Er ging zu Boden und stöhnte laut auf, sodass ich an ihm vorbei aus dem Keller rannte.

Ich war noch nie in meinem Leben so schnell gelaufen, und dennoch hatte ich panische Angst, dass er schneller sein würde.

Ich hatte den Treppenabsatz fast erreicht, als ich seine Schritte hinter mir vernahm. Er kam immer näher und fluchte, doch ich hatte nur ein Ziel - raus hier, so schnell wie möglich!

Lena Goebel

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von ocbjunky » Sa 1. Mai 2010, 17:47

WG/ Morgen

Papa und ich frühstückten gemeinsam und ich erzählte ihm alles von Brüssel.

"Sebastian war ziemlich traurig, dass du zu seinem Geburtstag nicht bei ihm warst...", wehmütig sah ich zu Papa auf. "Er wird nur einmal sieben! Er geht jetzt zur Schule, was total aufregend für ihn ist. Ich glaube, er würde das unheimlich gerne mit dir teilen..."

"Ich weiß...", Papa schmunzelte nachdenklich. "Aber ich telefoniere fast jeden Tag mit ihm, seitdem ich mich wieder an alles erinnern kann... Andererseits hast du Recht, ich sollte den Großen mal wieder besuchen..."

Ich strahlte und legte meine Hand auf die von Papa. "Sebastian würde sich unheimlich freuen! Als ich gestern in den Zug nach Berlin gestiegen bin, wollte er sich in meiner Tasche verstecken und mitkommen! Das sagt schon viel aus, oder?"

Die Badtür ging auf und eine übelgelaunte Nicki ging augenrollend an uns vorbei zum Kühlschrank, nachdem sie die Badtür unter Krach hinter sich zugeschmissen hatte.

Wie ein Auto sah ich Papa an und blickte dann zu Nicki rüber.

Lustlos warf sie einen Blick in den Kühlschrank und warf ihn dann sogleich wieder zu.

Augenrollend trottete sie zur Wohnungstür und warf ihre Jacke über ihren Arm.

Ohne ein Wort verschwand sie aus der WG.

Gereizt lächelte ich die Tür an. "Ja, Nicki! Ich habe mich auch gefreut dich wiederzusehen!"

Papa schüttelte seinen Kopf. "Mach dir wegen ihr keine Gedanken... Sie ist momentan schlecht drauf, mehr nicht..."

"Wo bleibt denn Lena?", fragte ich und warf einen Blick auf ihren leeren Platz, den ich anscheinend umsonst eingedeckt hatte. "Ist sie vielleicht doch schon auf Arbeit?"

Papa hielt schwermütig den Atem an und senkte dann seinen mitgenommenen Blick.
"Toni, ich... muss dir was sagen..."

Traurig verschränkte ich meine Arme. "Dabei wollte ich unbedingt mit ihr reden... Wegen Lilo..."

Papa sah mich überrascht an. "Hast du etwa immer noch Kontakt zu diesen Straßenkids?"

"Nur zu Lilo...", ich schluckte angespannt. "Veit und Kalle sind wieder bei ihren Eltern... Aber... Lilo... sie hat hier niemanden, weißt du? Und auch woanders nicht... Sie hat nichts und niemanden... Und jetzt... jetzt ist sie sogar an Krebs erkrankt..."

Papa weitete seine Augen. "Das tut mir leid..."

"Ich hab mich so auf sie gefreut, als ich zurückkam...", ich senkte meinen Blick. "Ich hab ihr einen Job im Mocca besorgt und... wir wollten eine Wohnung für sie suchen... Und jetzt? Jetzt muss Lilo wahrscheinlich eine Chemotherapie machen... Dabei wussten Janeck und ich schon die ganze Zeit, dass sie etwas mit dem Magen hat... Wir hätten viel eher mit ihr ins Krankenhaus gehen müssen... Wir sind einfach nicht darauf gekommen, dass es Krebs sein könnte..."

Papa legte seine Hand auf meine und versuchte mich anzulächeln.
"Vielleicht ist ja alles halb so wild... Und du hast immer gesagt, Lilo sei eine Kämpferin... Du als ihre Freundin darfst jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken... Du kannst versuchen, ihr eine Stütze zu sein..."

Ich nickte und lächelte zaghaft.

Dann weitete ich meine Augen. "Was wolltest du eigentlich sagen? Als es um Lena ging..."

"Ach, ähm...", Nico löste sich und grinste schnell. "Das ist nicht so wichtig..."


Antonia Hinze

Wolf Knight

Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von Wolf Knight » So 2. Mai 2010, 10:02

Kiez / Vormittag

Nachdem ich mit Antonia gefrühstückt hatte, machte ich mich ebenfalls auf dem Weg um nach Lena zu suchen.
Auf den Kiez traf ich auf Nicki die gerade Passanten befragte.
"Hey." machte ich mich auf sie aufmerksam, nachdem die Passanten weiter gingen.
Nicki drehte sich zu mir um und verdrehte genervt die Augen.
"Hast du irgendeine Spur gefunden?" fragte ich sie.
Nicki ging schnellen Schrittens weiter während ich ihr folgte.
"Würde ich sonst nach ihr suchen? Denk mit Junge!"
"Ich weiß du gibst mir die Schuld. Aber ich will dir helfen, sie zu finden!"
Nicki drehte sich ganz schnell um und schaute mich voller Hass an.
"DU weißt gar nichts! Und lass mich in Ruhe! Ich finde sie auch ohne dich."
"Ich hab Antonia nichts erzählt. Sie muss sich nicht auch noch unnötig Sorgen machen!"
"UNNÖTIG? Lena wurde wegen dir entführt. Die Frau die ich am meisten liebe und du sprichst hier von unnötig Sorgen machen?"
Plötzlich klingelte mein Handy und Nicki ging ohne mich weiter.
Ich schaute auf das Display: "Es ist Lena!"
Nicki hielt an und ging zu mir zurück.
"Lena? Wo bist du?" rief ich verzweifelt ins Handy.
"Sie ist immer noch bei mir!" hörte ich nur Mariks Stimme am anderen Ende des Telefon.
"Marik!" brummte ich voller Enttäuschung und auch für Nicki brach erneut eine Welt zusammen.
"Nico, warum hast du mir nie gesagt, dass Lena so eine taffe Frau ist. Beinahe wäre sie mir entkommen. Sie hat echt Pfiff." Marik lachte.
"Was hast du mieses Schwein mit ihr gemacht?"
"Keine Panik, sie ist wohlauf. Noch. Aber ich glaub ich brech ihr den Arm, falls sie noch einmal versucht zu fliehen. Hast du über mein Angebot nachgedacht?"
Ich wollte antworten, doch dann kam wieder dieses Dröhnen, dieses metallische Geräusch aus dem Hörer, was ich schon beim ersten Telefonat gehört habe. Es klang wie...wie ein Zug. Als würde ein Zug an ihm vorbei fahren. Aber da war noch ein Geräusch. Ein Pfeifen. Vielleicht das Bremsen des Zuges? Er musste in der Nähe eines Bahnhofes sein.
Das Dröhnen erstarb.
"Also Nico wie sieht es aus?" hörte ich seine Stimme wieder.
"Ich werde niemals mit dir zusammen arbeiten." schrie ich ins Telefon.
"Das war die falsche Antwort. Vielleicht sollte ich ihr einen Finger brechen. Vielleicht kann dich das überzeugen."
"Fass sie nicht an!"
"Es liegt in deiner Hand. Ich geb dir noch drei Stunden. Solltest du dann immer noch so abweisend zu mir sein, wird sie leiden!" Marik legte auf und ließ mich und Nicki allein zurück.
"Und?" Nicki sah mich erwartungsvoll an.
"Ich habe vielleicht eine Spur entdeckt. Ich hab bei beiden Telefonaten ein Geräusch im Hintergrund gehört. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein bremsender Zug war. Sie sind also in der Nähe eines Bahnhofes."
"Weißt du wie viele Bahnhöfe es in Berlin und Umgebung gibt?"
Ich zog aus meiner Tasche meinen Laptop und setzte mich auf eine Bank.
"Ich weiß, aber guck auf die Uhr. Wir haben den Ankunftszeitpunkt. Wir müssen jetzt nur auf den Zugplan schauen und herausfinden welche Züge an welchem Bahnhof um die Uhrzeit halten, verstehst du was ich meine?"
"Na klar ich bin doch nicht blöd. Und du glaubst, dass funktioniert?" Nicki schöpfte wieder Hoffnung doch sie tat sich noch schwer, mir irgendwie zu trauen.
"Ich hoffe es." konnte ich nur antworten und fing an zu suchen.

Nico Weimershaus

Wolf Knight

Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von Wolf Knight » So 2. Mai 2010, 21:34

Townhouse / Vormittag

Ich schloss die Wohnungstür auf und betrat die Wohnung. Ein seltsames Gefühl umgab mich. Es war mein Zuhause, doch ich fühlte mich hier nicht wohl.
Am Küchentisch saß Hana und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und weinte.
Als sie mich hörte blickte sie erschrocken auf.
"Chris! Was machst du hier?"
"Ich wurde entlassen. Was ist los?"
"Sonja...sie...."
"Was?" fragte ich nach und gab ihr ein Taschentuch. Sie wischte ich die Tränen weg da stach mir ein Ring ins Auge. Eine Ehering und es war nicht meiner.
"Du hast dich also wirklich schon entschieden. Und ich dachte, wir könnten es doch noch schaffen." enttäuscht stand ich auf.
"Chris...."
"Spar dir den Atem. Ich geh zu Lena. Wir müssen an meiner Verteidigung arbeiten. Der Prozess ist in drei Tagen."
"Chris, Lena wurde entführt."
"Was?"

Chris Steinfeld

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von McChristi » So 2. Mai 2010, 22:10

Townhouse/ Vormittag

"Ja, sie... sie ist seit gestern Abend verschwunden...", ich schluckte. "Nico hat wohl einen Anruf bekommen, von dem Entführer. Ich glaube, er wird erpresst... Und Lena ist das Druckmittel..."

"Verdammt!", Chris schlug verzweifelt mit der Hand auf den Tisch, wodurch Marie im Nebenzimmer geweckt wurde. "Tut mir leid..."

"Schon okay...", ich lächelte bemüht und machte einen Schritt auf Chris zu, doch er wich mir aus. "Ich weiß es ist jetzt nicht der richtige Moment, aber... können wir reden?"

Ich seufzte und fuhr nachdenklich durch mein Haar.

"Es tut mir leid, ich... hätte dir sagen sollen, dass ich mich entschieden hab. Ich hab nicht gewollt, dass du es so erfährst...", ich schluckte und schüttelte den Kopf. "Ich wollte dir nie wehtun, Chris. Aber ich hab mir die Situation doch nicht ausgesucht... Und ich kann auch nichts für meine Gefühle..."

Chris sagte nichts und starrte stattdessen mit leerem Blick aus dem Fenster.

"Ich weiß, dass du verletzt bist, aber... ich wünschte, du könntest irgendwann aufhören, mich zu hassen. Schon allein wegen Marie... Sie braucht ihren Vater. Und ich möchte, dass wir beide ein Teil ihres Lebens sind. Auch, wenn wir kein Paar mehr sind..."

Hana Steinfeld

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von ocbjunky » Mo 3. Mai 2010, 17:45

Mocca/ Morgen

Ich brachte einem Pärchen auf dem Sofa am Fenster ihre Getränke.
"Bitte schön...", ich lächelte mitgenommen. "Darf es sonst noch was sein?"

Die beiden grinsten verliebt. "Danke, nein!"

Das Mädchen erinnerte mich irgendwie an Lena. Wie sie lächelte und wie sie sich gab. Aber anscheinend würde ich heute in jeder Frau Lena wiedersehen, zumindest ein bisschen. Ich hatte nur sie im Kopf und war machtlos gegen dieses unendliche Gefühl der Angst.

Ich fuhr herum und wollte zurück an den Tresen, als ich in einen Gast hereinlief.

"Kannst du nicht aufpassen?!", machte ich ihn an und deutete auf mein Tablett und die Sauerei am Boden. "Meine Güte..."

Der Gast hatte sich erschrocken und schüttelte seinen Kopf. "Was für eine Frechheit... Mieses Dreckscafé..."

Er machte kehrt und verschwand ohne zu bezahlen aus dem Laden.

"Ja... hau bloß ab...", murmelte ich kaum hörbar und wanderte wieder hinter den Tresen, während mich alle Gäste im Café verwundert anstarrten und untereinander tuschelten.

Unbeeindruckt polierte ich ein paar Gläser und ignorierte die Blicke. In Sekundenschnelle war ich in Gedanken wieder bei Lena.

Es machte mich wahnsinnig, heute an das Mocca gefesselt zu sein und nur warten zu können, auf eine Nachricht von Nico oder Nicki. Die beiden konnten wenigstens nach ihr suchen, aktiv werden, etwas tun! Allein das würde mir ein besseres Gefühl geben. Die Ungewissheit war nämlich das schlimmste.

"Morgen Moritz!", plötzlich tauchte eine grinsende Franziska an der Bar auf. "Na? Wie geht's?", sie strahlte und machte es sich auf einem Barhocker gemütlich. "Hast du alles im Griff? Ich hab schonmal die Post geholt!"

"Schön...", ich seufzte und sah nicht mal auf. "Die Rechnungen darfst du behalten..."

Sie lachte augenrollend. "Na vielen Dank auch!"

Franziska ordnete die Briefe auf der Bar, als mir ein Brief auffiel, dessen Umschlag per Hand beschrieben wurde.

"Von Daniel?", ich lächelte und nahm den Umschlag an mich, um ihn sofort aufzureißen. "Wie's dem wohl geht..."

Franziska ordnete den restlichen Stapel. "Ist das nicht dein Kollege? Dem die andere Hälfte des Mocca gehört?"

"Ja, er ist vor ein paar Monaten nach Moskau gegangen...", murmelte ich und faltete Daniels Brief auseinander. "Und weshalb? Wegen der großen Liebe..."

Franziska sagte noch irgendwas, doch da war ich schon in Daniels Zeilen vertieft.

"Was?", ich wich zurück und starrte ungläubig auf das Papier. "Daniel will seine Anteile am Mocca verkaufen... Er entschuldigt sich, aber... für ihn sei Moskau jetzt seine neue Heimat und... ihn hält nichts mehr in Berlin..."

Franziska runzelte ihre Stirn. "Und was bedeutet das jetzt?"

Gereizt verdrehte ich die Augen. "Dass sein Anteil verkauft wird! Vielleicht an irgendnen dahergelaufenen Deppen, dem das Mocca scheißegal ist!", enttäuscht senkte ich meinen Blick. "Ich kann das unmöglich alleine wuppen... Das wären über 100.000 Euro..."

"Oh...", Franziska machte große Augen und sah mich ungemütlich an. "Keine Peanuts..."

Apathischen Blickes warf ich das Polierhandtuch auf den Tresen und stützte mich dann kopfschüttelnd darauf ab.

Gab es eine Zukunft für das Mocca?


Moritz Demand

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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von ocbjunky » Mo 3. Mai 2010, 18:59

Praxis Schumann/ Morgen

Gregor und ich standen mit unseren Sektgläsern am Empfang seiner neuen Praxis, während seine Kinder Roxana, Bastian und Xavier durch die Räume spazierten.

"Dann hast du Bastian also damals tatsächlich adoptiert, nachdem seine Eltern bei dem Absturz ums Leben kamen...", ich schmunzelte nachdenklich. "Ich weiß noch heute, wie schockiert Bastian war als er zufällig eure Adoptionsunterlagen gefunden hatte. Er war damals total durch den Wind, seine Eltern waren gerade gestorben und plötzlich solltest... du sein Vater sein..."

Gregor lächelte und beobachtete seinen Adoptivsohn, der sich mit seinen Geschwistern ein Bild an der Wand ansah. "Und heute... Heute ist das alles ganz normal... Ich bin froh, dass er sich so gut entwickelt hat... Zwischenzeitlich ist er auf die schiefe Bahn geraten..."

"Was war denn los?", ich nippte an meinem Sekt.

"Bastian hatte mit einer kriminellen Gang zu tun...", Gregor seufzte. "Am Ende war er drogenabhängig und... verlor seine beste Freundin, die Selbstmord beging... Bastian hat sich deshalb lange Vorwürfe gemacht, weil er ihr nicht helfen konnte. Wahrscheinlich ist er heute noch nicht ganz darüber hinweg. Aber er kämpft..."

Ich lächelte mitgenommen und sah zu Bastian hinüber.

Mit der Zeit versammelten sich viele Kollegen und Bekannte von Gregor in den modernen Praxisräumen, die ihm Blumensträuße überreichten und gratulierten.

"Oskar!", Gregor strahlte und öffnete seine Arme, als ein weiterer Mann durch die geöffnete Tür trat. "Schön, dass du es einrichten konntest! Mensch, wer kümmert sich denn jetzt um das Krankenhaus?"

Oskar grinste verschmitzt. "Ich denke sie werden ein paar Stunden ohne mich zurechtkommen..."

"Ganz bestimmt!", Gregor überreichte ihm seinen Sekt. "Das ist übrigens Martin, ein alter Freund!"

Ich grüßte Oskar freundlich und als wir uns alle am Empfang versammelt hatten, trat Gregor mit seinem Glas vor uns und klopfte mit einem Messer dagegen. "Darf ich kurz um Ihre Aufmerksamkeit bitten?"

Wir lächelten alle und waren gespannt auf Gregors Eröffnungsrede.

Doch als zwei weitere Gäste durch die Tür kamen, erbleichte Gregor.

Frau Schumann und ein junger Begleiter hatten die Praxis betreten.


Martin Wiebe

Wolf Knight

Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von Wolf Knight » Mo 3. Mai 2010, 21:12

Praxis Schumann / Vormittag

"Julia!" hauchte ich erstaunt und merkte wie mir mein Mund austrocknete. Ich wollte gerade mit meiner Eröffnungsrede anfangen, als sie plötzlich zusammen mit Matt Morgen die Praxis betrat.
Ich konnte es nicht fassen, sie hier zu sehen. Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen. Es brach mir das Herz, sie mit Matt Morgen zusammen zu sehen, dennoch wusste ich, dass es das Beste war. Für sie!
Ich räusperte und versuchte meine Stimme wieder zu finden. Außerdem wollte ich mir nicht anmerken lassen, dass Julias Anwesenheit mich komplett aus der Fassung brachte.
"Erst einmal möchte ich allen Anwesenden für ihr Kommen danken. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen. Viele haben sich gefragt, warum ich das mache. Warum ich mein Krankenhaus einfach so verkaufe und eine kleine Praxis aufmache. Und viele hielten mich auch für verrückt. Ich will euch sagen warum ich das gemacht habe. Weil sich in letzter Zeit sehr vieles in meinem Leben verändert hat. Und weil ich mich damit auch selbst verändern will. Für mich ist das ein Neuanfang in ein neues Leben. Ein neues Kapitel in dem Buch, das wir Leben nennen. Und mit diesen Worten eröffne ich nun offiziell die neue Schumann Praxis."
Alle klatschten und erhoben das Glas. Es war ein gutes Gefühl.
Doch dann kam Matt Morgen auf mich zu.
"Eine sehr bewegende und poetische Rede Dr. Schumann."
"Fahren sie zur Hölle Matt Morgen!" knurrte ich doch dieser grinste nur selbstgefällig.
"Wissen Sie, ich habe heute auch was zu feiern. Heute wird es offizell, dass ich das Schumann Krankenhaus gekauft habe."
"Was? Sie machen Scherze?" irritiert sah ich Morgen an.
"Oh keines Falls. Bei Geschäften mache ich nie Scherze. Herr Becker war sehr...nun ja..wie soll ich es sagen...angetan von dem Gedanken mir das Krankenhaus für einen Spottpreis zu verkaufen."
"Ein Strohmann!" begriff ich und ich lief vor Wut rot an.
"Und Sie sind so leicht darauf reingefallen. Sie haben mir es schon fast zu leicht gemacht!" grinste mich Matt an.
Doch dann holte ich aus und verpasste Matt einen gewaltigen Schlag in sein Gesicht!

Dr. Gregor Schumann

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McChristi
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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von McChristi » Mo 3. Mai 2010, 21:46

Praxis Schumann/ Vormittag

"Gregor, was machst du denn!? Lass ihn sofort los!", ich eilte zu Matt und hätte um ein Haar seinen Schlag abbekomen, als er sich zur Wehr setzen wollte.

"Jetzt hört endlich auf, alle beide! Ihr benehmt euch ja wie im Kindergarten!", ich versuchte die beiden zu trennen und war froh, dass Oskar und Martin mir zur Hilfe kamen.

"Du mieses Schwein!", murmelte Gregor immer wieder und ließ sich kaum beruhigen. "Dir werd ichs zeigen!"

"Sie werden sich noch wundern, wie gut die Klinik unter meiner Leitung läuft!", murmelte Matt voller Spott. "Sie werden das Schumann Krankenhaus nicht wiedererkennen, wenn ich damit fertig bin!"

"Wie bitte?", ich runzelte die Stirn und sah Matt mit großen Augen an. "Was soll das heißen? Was hast du mit Gregors Krankenhaus zutun?"

"Die Klinik gehört jetzt mir!", Matt lachte euphorisch. "Und dein lieber Ex-Mann hat sie mir zu einem Spottpreis verkauft!"

"Du hast das Schumann Krankenhaus gekauft?", ich stockte und sah unwohl zwischen Matt und Gregor hin und her. "Aber wieso? Ich versteh das nicht... Was versprichst du dir denn davon, Matt?"

Julia Schumann

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ocbjunky
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Re: GZSZ-RPG | Staffel 17

Beitrag von ocbjunky » Mi 5. Mai 2010, 13:14

Schumann KH/ Vormittag

In meinem Bademantel kehrte ich in mein Krankenzimmer zurück.
Ich war bei einem meiner behandelnden Ärzte gewesen, der mir erzählt hatte, dass es eine besondere Therapie in den USA gab. Er glaubte, dass diese Behandlung am besten für mich sei.

Ich hatte gerade den Bademantel im Kleiderschrank aufgehängt, als es an der Tür klopfte und Antonia hereinkam.

"Lilo... hey!", sie lächelte und kam auf mich zu, um mich zu umarmen. "Ich hab gerade Pause und dachte... dass ich mal kurz vorbeischaue. Wie geht's dir?"

"Geht so...", ich lächelte müde und wanderte nachdenklich an mein Bett, um auf die Kante zu plumpsen. "Ich hatte gerade ein Gespräch... mit meinem Arzt..."

Antonia machte große Augen, stellte ihre Sachen ab und nahm neben mir Platz.
"Und? Was hat er gesagt? Gibt es irgendwas neues?"

Wir hielten unsere Hände, während ich schmunzelte.
"Es gibt da eine... neue Therapiemethode... Mehr hat er nicht gesagt, aber... ich müsste dafür in die Staaten, in der Nähe von New York..."

"So weit weg...", hauchte Antonia überrascht. "Verspricht diese neue Methode denn... eine bessere Heilungschance?"

Ich zuckte mit den Schultern und seufzte. "Ich weiß es nicht... Aber er klang sehr überzeugt... und zuversichtlich... Ich glaube, ich sollte das machen, Antonia..."

"Es gibt doch etliche Krebspatienten, die auch hier geeilt werden können!", murmelte sie eindringlich. "Warum gleich in die USA fliegen? Das... klingt für mich alles sehr komisch..."

Ich senkte meinen Blick.
"Mich würde es ja genauso belasten, von dir getrennt zu sein... Aber die Ärzte haben Ahnung... Und wenn sie sich davon viel versprechen, dann... möchte ich diese Chance nutzen..."

"Du hast Recht...", Antonia schluckte wehmütig. "Es war eigensinnig von mir... Es geht um dich und deine Gesundheit!", sie strahlte und öffnete ihre Arme, um mich zu umarmen. "Ich wünsch dir alles Gute!"

Ich lächelte und genoss die Umarmung und Nähe zu Antonia.
"Und wenn ich zurückkomme und... wieder gesund bin, dann... fangen wir nochmal ganz vorne an, oder? Wir gründen ne WG und... feiern Partys ohne Ende... Essen Eiscreme und gucken den ganzen Tag Liebesfilme... Und nachts ziehen wir um die Häuser..."

Antonia standen Tränen in den Augen, während sie lächelte. "Ganz bestimmt... Versprochen..."

Wir drückten uns nochmal und wünschten uns beide wohl schon jetzt, dass die Therapie bereits hinter mir liegen würde.


Lilo Fischer

Gesperrt