Eigenproduktionen von Netflix & Amazon

Hier wird über internationale Serien von A bis Z diskutiert.
Benutzeravatar
Webmaster
Administrator
Administrator
Reaktionen:
Beiträge: 2130
Registriert: Mi 5. Nov 2008, 20:37

Re: Eigenproduktionen von Netflix & Amazon

Beitrag von Webmaster »

Hat noch jemand "Bridgerton", die hochgelobte Serie von Shonda Rhimes ("Grey's Anatomy", "Scandal", "How to Get Away with Murder" etc.), auf Netflix gesehen?

Ich habe vorhin die 1. Staffel beendet. Ja, die Serie hat eine schöne Optik, aber die internationale Lobhudelei kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Story an sich ist sehr dünn, über die meisten Charaktere dieses riesigen Casts hat man bisher überhaupt nichts erfahren, und mir fehlten richtig emotionale Momente. Die Hauptperson Daphne fand ich besonders farblos. Meine Favoriten waren Anthony, Eloise, Penelope und Lady Danbury.

In der 2. Staffel soll dann wohl Anthony die Hauptfigur sein.
Benutzeravatar
Webmaster
Administrator
Administrator
Reaktionen:
Beiträge: 2130
Registriert: Mi 5. Nov 2008, 20:37

Re: Eigenproduktionen von Netflix & Amazon

Beitrag von Webmaster »

Habe die letzte Woche das Amazon Original "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" geschaut. Die 8-teilige Miniserie ist eine Neuauflage (oder auch Neuinterpretation) des Klassikers "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von 1978 bzw. des Films von 1981.
Christiane F. und ihre Clique Benno, Axel, Stella, Babsi und Michi, die alle aus kaputten Familien kommen, rutschen in West Berlin ins Drogenmilieu ab und finden sich in einem Strudel aus Sucht, Kriminalität, Straßenstrich und Verrat wieder.

Die Serie hat ja gemischte Kritken erhalten. Ich fand es eigentlich ganz unterhaltsam – die Serie hatte einige starke Szenen und auch die schauspielerischen Leistungen waren durchweg gut. Da man allerdings versucht hat, in die 8 Folgen so viel Handlung reinzubekommen, hat man das Gefühl, dass die Zeit zu schnell vergeht und viele Dinge nur oberflächlich behandelt werden. Die Serie wirkt auch ein bisschen zeitlos, soll heißen, man fühlt sich nicht in die 80er transportiert, sondern das Ganze könnte auch heute spielen (natürlich ohne die technischen Entwicklungen).

Einige kryptische Momente,
SpoilerAnzeigen
z. B. Babsis Tod am Ende von Folge 7 habe ich nicht so recht verstanden. Man sieht, dass sie sich auf der Bahnhofstoilette etwas spritzt, dann steht sie am Strich und steigt in ein Auto mit 3 Typen. In der nächsten Szene sitzt sie verprügelt und blutverschmiert in einer einsamen Hütte. Ihr verstorbener Vater, mit dem sie vorher immer Gespräche geführt hat, sitzt vor der Hütte. Babsi wird dann von ihrem Schwarm, dem DJ aus dem "Sound", abgeholt. Der versorgt ihre Wunden in einer prachtvollen Villa, die allerdings auf der Spitze von einem Berg steht. Zu dem Zeitpunkt muss Babsi also schon tot gewesen sein, denn die Szene war äußerst surreal. In der nächsten Folge wird Babsis Tod nur ganz kurz durch einen Zeitungsartikel angerissen.
Benutzeravatar
Webmaster
Administrator
Administrator
Reaktionen:
Beiträge: 2130
Registriert: Mi 5. Nov 2008, 20:37

Re: Eigenproduktionen von Netflix & Amazon

Beitrag von Webmaster »

Zur Abwechslung mal eine Serie, die ich nicht empfehlen kann: "Tiny Pretty Things" (deutscher Titel: "Dein letztes Solo") auf Netflix.

Worum geht es? An der renommierten Archer School of Ballet in Chicago lässt sich eine Gruppe Jugendlicher zu den besten Ballettänzern des Landes ausbilden. Gleich zu Beginn der Serie fällt die Startänzerin Cassie Shaw während einer Party vom Dach – irgendjemand hat sie heruntergestoßen. Während Cassie ins Koma fällt, erhält die afroamerikanische Neveah ihren Platz an der Schule. Sie ist eigentlich die Hauptperson der Serie, aber im Grunde ist sie furchtbar langweilig und nervig. Die anderen Schüler sind die zickige Bette, die ewige Verlierin June Park, der französische Muslim Nabil, Bettes Freund Oren, der schwule Shane, und der arrogante Caleb. Madame Dubois ist die Leiterin der Schule, und Ramon Costa ist der Star-Choreograph, der an der Schule sein neues Ballet "Ripper" inszeniert. Bettes Schwester Delia, ebenfalls Tänzerin, ist mit Ramon liiert. Die Polizistin Cruz untersucht den Mord (und verdächtigt der Reihe nach jeden, was auch sonst). So weit das Setup.

Wer wen hasst oder gerade mit wem schläft, ist eigentlich egal, denn das ändert sich mehrmals pro Folge. Dazu gibt es dümmliche Dialoge, viel Getanze und auch viel Sex. Die Schauspieler sind bis auf wenige Ausnahmen miserabel, und außer Bette und June gibt es niemanden, der meine Sympathien gewinnen konnte. Da ich aber wissen wollte, wer nun Cassie vom Dach gestoßen hat, habe ich mir alle 10 Folgen angesehen.
SpoilerAnzeigen
Tollerweise endet die Staffel wieder mit einem Mord und geschockten Gesichtern. Wie spannend! :evilkiss:
henney
Stammuser
Stammuser
Reaktionen:
Beiträge: 811
Registriert: Di 20. Mär 2012, 20:46

Re: Eigenproduktionen von Netflix & Amazon

Beitrag von henney »

Hat jemand von euch "Sex Education" auf Netflix gesehen?
Bisher gibt es 2 Staffeln und im September kommt Staffel 3.
Eine total witzige Jugend-Dramedy Serie, die an einer britischen Highscool spielt.

In der Serie geht es um jegliche Art von Sexualität, Sexleben aber auch ernste Themen wie Abtreibung, sexueller Missbrauch usw.

Hört sich anfangs etwas Stumpf an, ist aber total kurzweilig und tiefgründiger als es zu Beginn aussieht :)
Benutzeravatar
Webmaster
Administrator
Administrator
Reaktionen:
Beiträge: 2130
Registriert: Mi 5. Nov 2008, 20:37

Re: Eigenproduktionen von Netflix & Amazon

Beitrag von Webmaster »

Ja, "Sex Education" ist toll. Habe ich vor zwei Jahren schon geschrieben: viewtopic.php?p=241700#p241700 ;)

Wobei ich mich an die 2. Staffel kaum noch erinnere :joy: Ich weiß nur noch, dass ich Ola gehasst habe – ich hoffe, die ist in Staffel 3 nicht mehr dabei oder zumindest nicht mehr so prominent.
Benutzeravatar
CaptainCasey
Stammuser
Stammuser
Reaktionen:
Beiträge: 840
Registriert: Fr 21. Okt 2011, 18:35

Re: Eigenproduktionen von Netflix & Amazon

Beitrag von CaptainCasey »

Ich finde Sex Education total lustig. Die 2. Staffel fand ich etwas lahm, aber die 3. Staffel finde ich bisher richtig gut. Die Folgen gehen mittlerweile teilweise 1 Stunde, was ich für eine Serie bisschen zu viel finde.
Antworten